Als Titelverteidiger ging der BSV 68 Sebnitz mit hohen Erwartungen in die Saison 2025/26 der TeamBro-Kreisoberliga. Nach einer intensiven Vorbereitung mit wechselhaften Ergebnissen gelang der Mannschaft ein ordentlicher Start. Bereits am ersten Spieltag erkämpfte sich das Team im Derby beim SSV Neustadt/Sachsen ein 1:1, ehe mit dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Pirna das erste Ausrufezeichen gesetzt wurde.

Im weiteren Saisonverlauf zeigte der BSV immer wieder sein großes Potenzial. Vor allem in der Hinrunde gelangen wichtige Siege gegen direkte Konkurrenten, wodurch sich die Mannschaft früh in der Spitzengruppe etablieren konnte.

Auch wenn es im Laufe der Saison immer wieder Rückschläge gab, überzeugte das Team durch Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Moral. Im Kreispokal war allerdings bereits im Achtelfinale nach einer 1:2-Niederlage nach Verlängerung beim TSV Graupa Endstation.

In der Rückrunde hielt der BSV lange den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Gegen Saisonende machten sich jedoch die vielen intensiven Spiele bemerkbar. Deutliche Niederlagen gegen den späteren Meister Heidenauer SV, den SV Glashütte und den SC Freital III verhinderten letztlich ein noch besseres Abschneiden.

Mit 46 Punkten, einem Torverhältnis von 61:47 und dem 5. Tabellenplatz beendet der BSV 68 Sebnitz die Saison im oberen Tabellendrittel. Phasenweise bewies die Mannschaft, dass sie mit den besten Teams der Liga mithalten kann. Für einen Platz ganz vorne fehlte jedoch über die gesamte Spielzeit hinweg die notwendige Konstanz.

Damit musste der BSV am Saisonende einsehen, dass die Titelverteidigung nicht erfolgreich gelang. Dennoch überwiegen die positiven Erkenntnisse: Die Mannschaft hat Charakter bewiesen, sich sportlich weiterentwickelt und wichtige Erfahrungen gesammelt. Mit neuer Kraft und voller Motivation richtet sich der Blick nun auf die kommende Saison.

Trainer André Berger zur Saison 2025/26

„Mein persönliches Fazit fällt insgesamt positiv aus, auch wenn der 5. Tabellenplatz nicht unserem Anspruch entspricht.

Rückblickend war die Entscheidung, auf den Aufstieg zu verzichten, aus meiner Sicht die richtige. Die Saison hat gezeigt, dass uns aktuell noch die notwendige Breite im Kader fehlt. Die Ausfälle wichtiger Leistungsträger wie Müller, Guderle, Oppitz oder der beiden Henke-Brüder konnten wir über einen längeren Zeitraum nicht kompensieren. Dafür fehlen uns momentan noch gleichwertige Alternativen.

Hinzu kommt, dass wir auf und neben dem Platz mehr Spieler brauchen, die Verantwortung übernehmen. Verantwortung bedeutet nicht nur, im Spiel voranzugehen, sondern auch im Training mit Leistung, Disziplin und der richtigen Einstellung als Vorbild zu agieren. Eine erfolgreiche Saison entscheidet sich nicht an einzelnen Spieltagen, sondern durch die tägliche Arbeit und die Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu gehen.

Die Qualität der Mannschaft ist ohne Zweifel vorhanden. Wir haben mehrfach bewiesen, dass wir mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können. Jetzt gilt es, als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen, mehr Führungsqualitäten zu entwickeln und dauerhaft Verantwortung zu übernehmen.

Ich freue mich auf die kommende Saison. Mit einem breiteren Kader, einer höheren Trainingsqualität und der richtigen Einstellung haben wir das Potenzial, wieder ganz vorne anzugreifen.“

Die meisten Einsätze für unsere Mannschaft absolvierte Leon Hausdorf mit 25 Spielen. Bester Torschütze war Maksym Maksymenko mit neun Treffern, gefolgt von Chris Müller (8) und Dominik Schulze (7).

Erfreulich war außerdem, dass erneut zahlreiche Spieler aus dem eigenen Nachwuchs Einsatzzeiten in der 1. Mannschaft sammeln konnten. Torhüter Theo Schimann kam auf neun Punktspiele sowie einen Pokaleinsatz. Lukas Elbing absolvierte neun Spiele und erzielte dabei einen Treffer. Leon Kayser lief siebenmal auf, Kimi Richter kam auf drei Einsätze. Lukas Steinbrück und Andre Stolle standen jeweils einmal für die 1. Mannschaft auf dem Platz. Genau diesen Sebnitzer Weg wollen wir auch in Zukunft konsequent weitergehen.

Besonders erfreulich ist zudem die Rückkehr von Chris Müller und Felix Neubert, die nach ihren langwierigen Kreuzbandverletzungen wieder zum Kader gehören konnten.

Ein großer Dank gilt unseren Fans, Sponsoren, Helfern und allen Unterstützern, die den BSV 68 Sebnitz auch in dieser Saison begleitet haben. Gemeinsam blicken wir voller Zuversicht auf die neue Spielzeit.